Erster Drohnen-Testflug erfolgreich

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Drohen-Testflug

Minister Peter Hauk MdL: „Der Drohnen-Testflug am Bodensee war ein voller Erfolg. Damit wurde ein weiterer wichtiger Schritt im laufenden Interreg-Projekt zur Verbesserung des Fischartenschutzes gemacht.“

Ministerin Thekla Walker MdL: „Wir werden diese innovative Methode weitererproben. Sie beeinträchtigt Vögel offenbar kaum und zeigt, dass sich Konflikte niederschwellig lösen lassen.“

Am 8. April 2026 fand der erste Testflug an einer Kormorankolonie im Untersee im Naturschutzgebiet Halbinsel Mettnau statt. Kormoraneier, die sich in Nestern hoch oben in den Baumkronen befinden, wurden erstmals mit einer speziell modifizierten Agrardrohne mit Öl benetzt. Das soll die Entwicklung der Eier unterbinden, den Bruterfolg eindämmen und in der Folge den Fraßdruck auf gefährdete Fischarten senken.

Gute Bedingungen ermöglichen erfolgreichen Test
Dank Windstille und Temperaturen von 20 Grad Celsius herrschten optimale Bedingungen für den Drohnenflug.
Die Drohne mit einem Durchmesser von über zwei Metern und einem rund fünf Meter langen Karbon-Auslegearm konnte problemlos von einer Plattform auf einem Schiff starten und in die Kormorankolonie fliegen. Das Besprühen von vier Nestern gelang mit dem Auslegearm gut. Die Kormorane verließen erst bei geringer Distanz der Drohne das Nest. Andere Vogelarten wie Höckerschwan und Mittelmeermöwe wirkten durch den kurzen und gezielten Drohnenflug kaum beunruhigt. Die Kormorane kehrten unmittelbar nach Ende des Fluges wieder auf ihre Nester zurück.

Auswertung durch Expertenkreis
Die Ergebnisse und Erkenntnisse des Testfluges werden in den kommenden Wochen analysiert und mit dem projektbegleitenden Expertenkreis besprochen. Erst dann kann beurteilt werden, ob und wie weitere Drohnenflüge in größeren Kormorankolonien durchgeführt werden. Mittlerweile konnten auch zwei ausgewachsene Kormorane mit Sendern versehen werden, so dass ihr Bewegungsverhalten im Rahmen des Projekts studiert werden kann.

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