Offizieller Auftakt am 3. März 2026
Zum Start des dreijährigen internationalen Projekts trafen sich rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung, Fischerei, Naturschutz, Jagd und Wissenschaft im Hotel St. Elisabeth in Allensbach-Hegne.
„Die Verbesserung des Fischartenschutzes in der Bodenseeregion gelingt, wenn alle Akteurinnen und Akteure rund um den See an einem Strang ziehen“, betonte Karl-Heinz Lieber, Leiter der Abteilung Naturschutz beim Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg in seinem Grußwort.
Dr. Jasminca Behrmann-Godel (Projektleitung, Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg) und Benjamin Waldmann (Ko-Projektleitung, Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg) gaben einen Überblick zum Projektablauf und den Projektpartnern. Danach stellten sich einige der Dienstleister vor und es wurden Details zu den nun anlaufenden Projektbausteinen präsentiert:
- Projektmanagement (ARGE Walser/Miller)
- Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit (Die Regionauten)
- Reduktion Bruterfolg mittels Drohnentechnologie (WEBARO)
- Begleitendes Vogelmonitoring (Dipl. Biologe Kilian Weixler)
- Ortsbewegung und Wanderverhalten der Kormorane (Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie)
- Regionsanalyse Fischartenschutz, Lebensraumaufwertung und Schutz in Fließgewässern (Ausschreibung läuft)
- Zeiten und Bereiche mit erhöhter Kormoranprädation (Ausschreibung läuft)
- Lebensraumaufwertung und Schutz im Bodensee (Ausschreibung läuft)
- Erfahrungsaustausch zu Vergrämungsmaßnahmen (Ausschreibung in Planung)
- Planung von koordinierten Vergrämungsabschüssen (Ausschreibung in Planung)
Eng wird das Projekt außerdem von einer Expertengruppe aus den Bereichen Fischerei, Naturschutz und Jagd begleitet, dieser wurde ebenfalls kurz vorgestellt. Die Expertise fließt in alle Arbeitspakete ein und wird diese maßgeblich mitgestalten.
In der anschließenden Diskussion und in Workshoprunden formulierten die Teilnehmenden konkrete Erwartungen und Fragen und brachten ihre eigenen praktischen Erfahrungen ein. Deutlich wurde, dass es überregionale Ansätze, eine bessere Datengrundlage und eng abgestimmte Maßnahmen der Bodenseeanrainer braucht, um Fischartenschutz erfolgreich umzusetzen.
Dr. Konrad Rühl, Leiter der Abteilung Landwirtschaft im Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz dankte allen Teilnehmenden und unterstrich: „Dank Ihres Einsatzes und Ihrer konstruktiven Mitarbeit sind wir zuversichtlich, dass wir mit diesem Projekt eine nachhaltige Balance zwischen Fisch- und Vogelschutz finden und dabei die Situation der Berufsfischerei mitberücksichtigen können."